CORONA – Infektionszahlen in Wilhelmshaven steigen sprunghaft

Inzidenzwert steigt über 114 – Stadt erlässt neue Allgemeinverfügung

Hohe Zahl an Corona-Infizierten in Altenheim

Weitere 37 Bewohner und Mitarbeitende eines Wilhelmshavener Altenpflegeheims sind mit dem Corona-Virus infiziert. Das meldet das Gesundheitsamt der Stadt am frühen Mittwochmorgen, 25. November. Die Testergebnisse waren in der Nacht vom Labor übermittelt worden. Damit sind insgesamt 49 Personen – sowohl Bewohner als auch aus dem Mitarbeiterteam – aus dem Heim positiv auf das Sars Cov2-Virus getestet worden. Drei Betroffene werden aufgrund ihrer Symptome stationär behandelt. Ein Bewohner, der am Dienstag verstorben ist, war ebenfalls positiv auf das Corona-Virus getestet worden.

Das Gesundheitsamt hatte bereits am Samstag, 21. November, nach dem Bekanntwerden der ersten Corona-Fälle ein Besuchsverbot für die Einrichtung sowie eine Absonderung der infizierten Personen in einen separaten Bereich angeordnet. Die Absonderung wird nun auf die weiteren Fälle ausgeweitet. Mitarbeiter, die zwar positiv getestet, aber nicht symptomatisch sind, werden entsprechend der Empfehlung des RKI weiterhin zur Pflege und Betreuung der Corona-infizierten Bewohner eingesetzt. Bewohner mit einem negativen Testergebnis werden getrennt von den übrigen Bewohnern betreut.

Zunächst waren Ende der vergangenen Woche nur die Bewohner getestet worden, die von einer zuvor positiv getesteten Pflegekraft betreut wurden. Am Montag hatte das Gesundheitsamt dann von allen Bewohnern und Mitarbeitenden der Einrichtung Abstriche genommen.

Carsten Feist
Oberbürgermeister Carsten Feist | Foto: Feist

ZitatDieses große Cluster an Corona-Fällen macht mir große Sorgen. Ich hoffe sehr, dass die Betroffenen einen milden Krankheitsverlauf haben werden. Dennoch bitte ich weiterhin um Besonnenheit. Die aktuellen Entwicklungen sind ein deutliches Warnzeichen, das uns mahnt, die Lage ernst zu nehmen. Jeder kann durch die drastische Reduzierung seiner Kontakte, durch konsequentes Abstandhalten und Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung einen Beitrag leisten, sich und andere zu schützen. Es ist mir unverständlich, dass es immer noch Menschen gibt, die eine Corona-Infektion mit einer harmlosen Grippe gleichsetzen.“

 

Amtsarzt Dr. Christof Rübsamen weist ausdrücklich darauf hin, dass derzeit Vorsicht oberste Priorität haben muss: „Wer sich krank fühlt und Erkältungssymptome feststellt, sollte unbedingt zuhause bleiben und seinen Hausarzt anrufen.

Zusätzlich zu den 37 neuen Fällen aus dem Altenpflegeheim wurden in der Nacht zu Mittwoch weitere sieben bestätigte Corona-Fälle gemeldet. Damit ist klar, dass in Wilhelmshaven erstmals der Inzidenzwert von 50 überschreiten wird – vermutlich sogar deutlich. Dieser wird im Laufe des Vormittags vom Landesgesundheitsamt veröffentlicht.

(Stadt Wilhelmshaven, 25.11.2020 | 9.01 Uhr)

Stadt erlässt Maskenpflicht per Allgemeinverfügung

Mit dem Überschreiten der Sieben-Tages-Inzidenz von 50 Fällen auf 100.000 Einwohner am Mittwoch, 25. November, erlässt die Stadt Wilhelmshaven eine Maskenpflicht per Allgemeinverfügung. Dazu ist sie entsprechend der Corona-Verordnung des Landes verpflichtet. Das Landesgesundheitsamt weist mit Stand 9 Uhr für Wilhelmshaven einen Inzidenzwert von 114,3 aus.

Mit Inkrafttreten der am 26. November veröffentlichten Verfügung müssen aus Infektionsschutzgründen an bestimmten Stellen im öffentlichen Raum Mund-Nasen-Bedeckungen zu vorgeschriebenen Zeiten getragen werden.

 

Konkret bedeutet dies, dass an folgenden Orten eine Maske getragen werden muss:

  • Wochenmärkte und angrenzende Parkplätze an Markttagen von 7 bis 12.30 Uhr
  • Fußgängerzone Marktstraße täglich von 9 bis 18.30 Uhr
  • Vorplatz der Nordseepassage (ZOB) täglich von 6.30 bis 18.30 Uhr
  • Kaiser-Wilhelm-Brücke an Samstagen und Sonntagen jeweils von 11 bis 17 Uhr
  • Parkplätze vor allen Super- und Baumärkten zu den Öffnungszeiten der jeweiligen Geschäfte
  • Schulhöfe außerhalb der Schulzeiten

Auch auf allen Spielplätzen ist das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes verpflichtend, allerdings nur für Personen ab 15 Jahren.

Die Allgemeinverfügung gilt zunächst bis einschließlich 10. Dezember 2020.

Mitarbeitende von TBW werden im Laufe des Tages entsprechende Schilder in der Innenstadt sowie an der Kaiser-Wilhelm-Brücke anbringen.


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