Küsten-GRÜNE distanzieren sich von Boris Palmer

Nach den letzten Äusserungen des Tübinger Oberbürgermeisters Boris Palmer, fordern immer mehr GRÜNE den Parteiausschluss.

In der Pressemitteilung der Grünen Kreisverbände Friesland, Wilhelmshaven und Wittmund heisst es :

Die Grünen Kreisverbände Friesland, Wilhelmshaven und Wittmund im Regionalverbund Küsten-GRÜN haben mit Entsetzen die Äusserungen vom Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer (GRÜNE) auf SAT.1 zur Kenntnis genommen.

Herr Palmer spricht in der Fernsehsendung “SAT.1 – Frühstücksfernsehen” zu dem Umgang mit der Corona Pandemie: „Wenn Sie die Todeszahlen durch Corona anschauen, dann ist es bei vielen so, dass viele Menschen über 80 sterben – und wir wissen, über 80 sterben die meisten irgendwann.” […. ] “Ich sage es Ihnen mal ganz brutal: Wir retten in Deutschland möglicherweise Menschen, die in einen halben Jahr sowieso tot wären – aufgrund ihres Alters und ihrer Vorerkrankungen

Die Kreisverbände von BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN im NordWesten sind schockiert und distanzieren sich ausdrücklich von diesen menschenverachtenden und von GRÜNEN Werten weit entfernten Aussagen des Herrn Palmer.

Für uns ist jedes Leben, unabhängig von Alter, Herkunft, sexueller Identität, Religion oder gesundheitlicher Disposition, gleichwertig vor einer COVID-19 Erkrankung zu schützen.

Das wirtschafliche Erwägungen hier der Masstab der Lebenswertigkeit von Menschen sein sollen, wie Herrn Palmers Aussagen es nahe legen, ist ein Faustschlag gegen jeden ethischen Grundsatz. Herr Palmer gehört wegen dieser und anderer Entgleisungen definitiv nicht mehr in unsere Partei .” stellt Sina Beckmann, Vorstandssprecherin der Grünen Friesland klar.

Der Vorstandssprecher der GRÜNEN Wilhelmshaven, Ulf Berner ergänzt: “Herr Palmer fällt nicht zum ersten Mal durch provokante Äusserungen auf, die fernab jedes GRÜNEN Wertekanon liegen. Es wird dringend Zeit, dass sich GRÜNE bundesweit von dieser Person und ihrer Haltung distanzieren!

Doch nicht nur von einem GRÜNEN Politiker kommend, sind Palmers Aussagen unerträglich.

Als Oberbürgermeister einer Stadt mit über 90.000 Einwohnern ist er auch für die nach einer Demographie-Studie der Bertelsman-Stiftung 15% Bürger*innen über 65, die zur Risikogruppe gehören,verantwortlich. Das sind über 13.500 Menschen, die er notfalls opfern würde, um die Wirtschaft zu retten. Dies ist einem Oberbürgermeister – nein – einem Menschen unwürdig“, sagt Dr. Arendt Hindriksen, Vorstandssprecher der GRÜNEN Wittmund.

Durch seine gezielten und widerholten Tabubrüche befeuert Herr Palmer die ohnehin gespannte Lage in unserer Gesellschaft und untergräbt dadurch den sozialen Zusammenhalt. Unsere Gesellschaft wird durch den Verlust der Großeltern wirtschaftlich nicht besser darstehen, aber auf jeden Fall sozial und emotional ärmer.“, so Georg Berner-Waindok, Vorstandsmitglied im Kreisverband Wilhelmshaven und Ratsherr der Stadt.


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