Auch erkrankte Pflegekräfte werden im Verdachtsfall getestet

Ein besonderes Augenmerk liegt jetzt auch auf Pflege- und medizinischen Hilfskräften

Um festzustellen, ob jemand mit dem Corona-Virus infiziert ist, ist ein Abstrich notwendig. Dieser wird in begründeten Verdachtsfällen genommen – was begründet ist und was nicht, das wird anhand einer Empfehlung des Robert-Koch-Instituts definiert und ausschließlich von den Ärzten im Testzentrum entschieden.
Generell gilt: Wer Kontakt zu einer Person hatte, die bereits nachweislich positiv getestet wurde, und selbst Symptome zeigt, gilt als begründeter Verdachtsfall. Die weitere Abklärung und Zuweisung an das Testzentrum obliegt dem Hausarzt, bei dem sich Erkrankte zunächst unbedingt telefonisch melden sollten.

Oberbürgermeister Carsten Feist und Klaus-Peter Schaps, der Vorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung Wilhelmshaven, haben sich darauf verständigt, dass im Wilhelmshavener Abstrichzentrum außerdem ein weiterer Personenkreis getestet werden soll: Wer in der Pflege, in einer Arztpraxis oder im Krankenhaus tätig ist und akute respiratorische Symptome (Fieber über 38°, Schüttelfrost, Kopfschmerzen, in manchen Fällen zunächst nur leichte Atemwegsbeschwerden, nach 3 bis 7 Tagen häufig auch Husten) jeder Schwere zeigt, soll sicherheitshalber auf das Sars-Cov-2-Virus getestet werden, auch wenn er selbst keinen Kontakt zu einer infizierten Person hatte.

Carsten Feist
Oberbürgermeister Carsten Feist | Foto: Feist

Zitat„Gerade vor dem Hintergrund der Fälle, die in anderen Kommunen nun in Pflegeeinrichtungen aufgetreten sind, erachten wir dieses Vorgehen für notwendig. Wer in der Pflege tätig ist, trägt für sich selbst und andere Menschen eine besondere Verantwortung. Deswegen müssen wir die Gesundheit dieser Personengruppe verstärkt in den Blick nehmen.“

 

Auch Klaus-Peter Schaps ist überzeugt von dem Vorgehen, das auch landesweit praktiziert wird.

Klaus-Peter Schaps
Klaus-Peter Schaps, Vorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung Wilhelmshaven (Foto: priv.)

Zitat„Es können leider nicht alle Menschen getestet werden, diese Option besteht schlichtweg nicht. Daher sind die Indikationskriterien vom Robert-Koch-Institut für Deutschland entwickelt worden. Also ist es umso wichtiger, die Voraussetzungen, unter denen ein Abstrich genommen wird, um- und weitsichtig aufzustellen.“


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