Großbrand bei Alba Metall Nord

Am Mittwoch Nachmittag kam es bei Alba Metall Nord an der Emsstraße erneut zu einer Großbrandlage.

Laut Polizeiangaben kam es am Mittwoch, 14.08.2019 gegen 16.30 Uhr zu einem Großbrand auf dem Gelände des Metall-Recyclingbetriebes Alba Metall Nord GmbH (ehem. Jade Stahl). Dabei war ein ca 10 m hoher Berg Schrottautos in kürzester Zeit in vollem Umfang in Brand geraten.

Grossbrand bei Alba Metall
Die Rauchsäule war bis Bremerhaven und Oldenburg sichtbar. | Foto: Ulf Berner

Bereits um 17.00 Uhr stand eine riesige schwarze Rauchwolke über der Stadt, die bei sich drehenden Winden immer wieder in andere Richtungen getrieben wurde. Bis Bremerhaven und Oldenburg wurde der Brandgeruch wahrgenommen und selbst auf Wangerooge konnt die Wolke gesichtet werden.

Im Einsatz waren Berufsfeuerwehr Wilhelmshaven, Werksfeuerwehr der NWO, Freiwillige Feuerweren, DRK, die Schlepper ‘Florian’ und ‘Stella’, das historische Feuerlöschboot II des Vereins zur Erhaltung historischer Fahrzeuge, Beamte der Polizeiinspektion Wilhelmshaven/Friesland und Mitarbeiter des Entsorgungsbetriebes Alba Metall. Zwei Feuerwehrleute wurden bei dem Einsatz leicht verletzt und 2 Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr leicht beschädigt.

Grossbrand bei Alba Metall
Wie ein Inferno brannte der Stapel Schrottautos | Foto: Ulf Berner

Eine besondere Schwierigkeit bei den Löscharbeiten war es, den brennenden Schrottberg auseinander zu ziehen, um an die tieferliegenden, brennenden Schichten zu gelangen. Ausserdem musste sicher gestellt werden, dass kein Löschwasser in den Kanal oder das Grundwasser gelangt. Die Hitze war so groß, dass sie auf der gegenüberliegenden Kanalseite, am Handelshafen, deutlich zu spüren war. Immer wieder waren kleinere Explosionen zu hören. Am Donnerstag Mittag galt der Brand offiziell als gelöscht. Die offiziellen Schadstoffmessungen der Feuerwehr ergaben keine bedenklichen Werte, so ein Sprecher gegenüber dem NDR.

Grossbrand bei Alba Metall
Schwierige Löscharbeiten. 130 Einsatzkräfte waren beteiligt. | Foto: Ulf Berner

Am Rande einer Sondersitzung des Rates, zur Wahl eines Stadtkämmerers, lobte Oberbürgermeister Andreas Wagner ausdrücklich den Einsatz aller beteiligter Kräfte und das gute Zusammenspiel der verschiedenen Einheiten.
Was Wagner nicht erwähnte, ist dass die offizielle Katastrophen-WarnApp ‘BIWAPP’ bis zum späten Abend keine Warnung an die Bevölkerung herausgab, während man in den sozialen Netzwerken bereits dazu aufrief, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Hier ist sicher noch Verbesserungspotential.

Das nahe gelegene ‘Pumpwerk’ hat seine OpenAir Veranstaltung ‘Mittwoch am Pumpwerk’ aufgrund des Brandes abgesagt.

Am Rande des Einsatzes kam es allerdings zu unschönen Szenen, weil Gaffer sich im Bereich Weserstraße und Admiral-Klatt-Straße um Parkplätze beinahe prügelten und die Strassen blockierten. Die Anwohner riefen die Polizei, die energisch und schnell für Ordnung sorgte. Schon während des Brandes flammte unter den Schaulustigen und in den sozialen Medien die Diskussion um den Standort von Alba Metall so nah am Wohngebiet Südstadt wieder auf. Im vergangenen Jahr hatte sich eigens eine Bürgerinitiative gegründet, die die Verlagerung des Betriebes fordert.
Unabhängig davon ist die Stadtverwaltung und der Rat dabei, mittels einer Machbarkeitsstudie zu prüfen, wie man den Betrieb innerhalb der Stadt umsiedeln kann und welche Fördergelder dafür bereit stehen.

Grossbrand bei Alba Metall 2015
Bereits am 31.01.2015 musste bei Alba ein Grossbrend bekämpft werden. | Foto: Ulf Berner

Es ist nicht der erste Großbrand auf dem Gelände des Metallverwerters. Bereits am 31.01.2015 kam es zu einem Großeinsatz aufgrund eines in Brand geratenen Schrottberges (wir berichteten). Den damals entstandenen Schaden bezifferte das Unternehmen auf 150.000 €. Nach Unternehmensangaben war ‘Selbstentzündung’ damals die Brandursache.

 

 

 

Video

 

Weitere Links

Bericht der Wilhelmshavener Zeitung

Bericht der NordWestZeitung

Bericht des NDR


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