Duell der OB-Kandidaten: Weller und Feist in vielem einig

Das Duell der Finalgegner im OB-Wahlkampf brachte mehr Übereinstimmung, als Differenzen zu Tage

Im Oberbürgermeisterwahlkampf stellten sich am Mittwoch, 15.05.2019 auf der Veranstaltung von WZ, VHS und Radio Jade, die Finalgegner Dr. Niels Weller (SPD) und Carsten Feist (parteilos) den Fragen von Gerd Abeldt (WZ), Bente Hoeft (RadioJade) und des Publikums.

Podiumsdiskussion mit den Stichwahlkandidaten (v.L.: Gerd Abeldt (WZ), Carsten Feist (parteilos), Dr. Niels Weller (SPD) und Bente Hoeft (RadioJade)) | Foto: Ulf Berner

Schnell wurde offensichtlich, dass beide Kandidaten im Grundsatz eine sehr ähnliche Sicht auf die Stadt, ihre Vorzüge und Problemlagen hatten. Selbstverständlich gabe es im Detail Differenzen, die das Moderatorenteam gekonnt aber auch hartnäckig herauskitzeln mussten.

Ein Thema der Unterschiede war das Thema Durchbau der Friedenstrasse. Hier kam von Carsten Feist ein unmissverständliches und klares Nein.Niels Weller blieb hier eher vage und verwies zum einen auf das laufende Verwaltungsverfahren und die entsprechenden Ratsbeschlüsse, zum anderen äusserte er sich persönlich aber eher kritisch zum Durchbau und würde das Geld lieber in die Kindergärten und Grundschulen stecken. Weller stand in dieser Frage offensichtlich mitten im Spaltungskrieg, den die SPD seit langem intern zu diesem Thema führt.

Beim Thema Schule trumpfte Weller mit klaren und optimistischen Vorstellungen zu einer zukünftigen Schulversorgung auf, während Feist ganz offensichtlich unter den Erfahrungen mit Stadtrat und Landesbehörden, als zuständiger Verwaltungsmitarbeiter eher zurückhaltend war, was zu positive Prognosen für die Zukunft anging.

In Sachen Tourismus, Banter See, Freibad Nord, Stadtteilentwicklung und Wohnungswirtschaft, waren sich beide wieder weitgehend einig und legten nur hier und da unterschiedliche Schwerpunkte.

Die Frage, ob ein Kandidat von aussen, der aber einer etablierten, seit Jahrzehnten in Wilhelmshaven mitentscheidenden Partei angehört oder ein Kandidat aus der Verwaltung, der aber keiner Partei angehört, der bessere ist, dürfen die WählerInnen am 26. Mai entscheiden.

Getragen war die Veranstaltung von Respekt den die Kandidaten einander zollten, aber auch von einem ausgesprochen fairen und interessierten Publikum.


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