Südstadtprojekt wird weiter gefördert

BIWAQ geht in die Verlängerung

Wie die Pressesprecherin der Stadt Wilhelmshaven, Julia Muth, mitteilt, wird das von der Stadt seit 2015 getragene Südstadtprojekt im Bundesprogramm „Bildung, Wirtschaft, Arbeit im Quartier“ (BIWAQ) um weitere vier Jahre bis Ende 2022 verlängert.

Unter bundesweit rund 100 Kommunen erhielten 37 zum Jahresbeginn 2019 einen Zuschlag für die zweite Förderphase, darunter die Stadt Wilhelmshaven. Die Fördersumme beläuft sich auf knapp 1,8 Millionen Euro, die aus Mitteln des Bundes und des Europäischen Sozialfonds stammen.

Zwei Teilprojekte sollen zum einen die Chancen der Bewohner benachteiligter Stadtteile auf Arbeit und Ausbildung verbessern und zum anderen die lokale Ökonomie stärken. Zielgruppe sind arbeitslose Frauen und Männer ab 27 Jahren sowie heimische Unternehmen, die sich für eine Ansiedlung in der Südstadt interessieren.

Tag der Städtebauförderung 2018
Tag der Städtebauförderung 2018 am “Café Süd” | Foto: Ulf Berner

Umgesetzt werden die Teilprojekte durch die VHS und die Arbeitsgemeinschaft „Plug&Work-digital“. Diese vernetzt unter der Federführung der städtischen Fachbereiche „Wirtschaft und Regionalmanagement“ und „Stadtplanung und Stadterneuerung“ verschiedene Akteure.

Basis für die VHS-Projektaktivitäten sind das „Café Süd“ als Nachbarschaftstreffpunkt und die Werkstätten in der Admiral-Klatt-Straße 50. Das Café dient allen Interessierten als leicht zugängliche Anlaufstelle und bietet Beratung zu Qualifizierung und Integration in den Arbeitsmarkt. Neben Langzeitarbeitslosen spricht das VHS-Teilprojekt besonders Geflüchtete an. Zu den Angeboten zählen etwa die Vermittlung interkultureller und digitaler Kompetenzen, Sprachförderung, der Erwerb verwertbarer berufspraktischer Kenntnisse und eine umfassende Betreuung für individuelle Problemlagen.

Auf eine nachhaltige Stärkung der Südstadt als Wirtschaftsstandort zielt das Teilprojekt „Plug&Work-digital“. Ein Schwerpunkt ist die Neuansiedlung von Unternehmen in leerstehenden Ladenlokalen. Diese werden nach Sanierung durch die jeweiligen Eigentümer den Unternehmen für ein Jahr mietfrei zur Nutzung überlassen. Eine Aufbauberatung unterstützt die langfristige Ansiedlung am Standort. Das Förderangebot richtet sich aber ebenso an bereits in der Südstadt etablierte Unternehmen, die zur Weiterentwicklung ihrer digitalen Kompetenzen angeregt und mit fachlicher Beratung unterstützt werden können. Welche Unternehmen im Rahmen des Budgets schließlich in den Genuss einer Förderung kommen, wird in jährlich stattfindenden Ausschreibungen ermittelt.

Info:

BIWAQ ist ein Programm der deutschen Städtebauförderung für Stadtteile mit besonderem Entwicklungsbedarf, wie die Südstadt Wilhelmshaven. Gefördert wird BIWAQ durch das Bundesministerium des Inneren für Bau und Heimat und den Europäischen Sozialfonds für Deutschland (ESF).


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