Umweltminister Stefan Wenzel: 61,6 Millionen Euro für den Küstenschutz in 2017

Baumaßnahmen am Jadebusen und den ostfriesischen Inseln sind größte Nutznießer der Küstenschutzmaßnahmen

WHV Suedstrand bei Sturm
WHV Suedstrand bei Sturm | Foto: Ulf Berner

Das Niedersächsische Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz wird in diesem Jahr 61,6 Millionen Euro in den Küstenschutz investieren.

Das teilte Umweltminister Stefan Wenzel am Freitag mit. “Mit diesen Mitteln unterstützen wir erneut die Träger der Deicherhaltung besonders auf den Inseln. Nur gemeinsam können wir den Schutz des Festlands und der Inseln weiter nachhaltig verbessern und so die Menschen und ihren Besitz zuverlässig schützen“, sagte Wenzel.

Der Schwerpunkt der landeseigenen Baumaßnahmen wird erneut im Bereich der Ostfriesischen Inseln liegen, die dem Angriff von Sturmfluten am stärksten ausgesetzt sind. Während der Sturmfluten um den Jahreswechsel hatten die Schutzdünen dort teils erheblich gelitten. Neben der Behebung von Schäden sollen bereits laufende Vorhaben wie der kostenintensive Ausbau des Dorfgrodendeiches auf Wangerooge planmäßig fortgesetzt werden.
Für Baumaßnahmen der Verbände sind in diesem Jahr mindestens 39 Millionen Euro vorgesehen.
Je nach weiterem Verlauf der noch bis März andauernden Sturmflutsaison kann sich dieser Betrag noch erhöhen. Größter Zuwendungsempfänger wird der II. Oldenburgische Deichband mit seinen Baumaßnahmen am Jadebusen und an der linksseitigen Weser sein. Weitere Schwerpunkte der Verbandsmaßnahmen liegen im Bereich des III. Oldenburgischen Deichbandes und der Osterstader Marsch beidseitig der Weser unterhalb Bremens sowie in der Elberegion.

Die eingesetzten Gelder stammen zu 30 Prozent aus dem Landeshaushalt, 70 Prozent steuert der Bund im Rahmen der Bund/Länder Gemeinschaftsaufgabe zur Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes bei.


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