SVW sieht Fall Wesseling als erledigt

Nach einem Bericht des Magazins “Direkt” von Radio Jade (Sendung vom 6.07.2016), sieht der Fußballclub den Fall Wesseling (Schlicktown-Magazin berichtete) bereits als erledigt an.

Foto: Gila Hansen, pixelio.de
Foto: Gila Hansen, pixelio.de

Wolfgang Wesseling selbst sieht sich als Opfer von Rivalitäten zwischen SVW und WSC Frisia. Dies bezieht sich offensichtlich darauf das Rolf Oppenländer, der den Fall publik machte, im WSC Frisia aktiv ist. Im Interview sagt Wesseling “…und wer mir sowas jetzt unterstellen will, das ich in irgendeine rechtspopulistische oder rechtsradikale Ecke hier schieben will, das weis ich warum das so ist, das ist der WSC Frisia gegen den SV Wilhelmshaven.
Schwierig nachzuvollziehen ist diese Argumentation auch dadurch, dass Radio Jade bei der Recherche auf das Facebook Profil von Wesselings Frau stieß, die – zumindest bis heute –  öffentlich Beiträge von Seiten, wie “Lügenpresse”, “Heute sind wir tolerant – morgen fremd im eigenen Land” oder “Merkel muss weg” teilt. Wesseling selbst besteht darauf “eine hohe Sozialkompetenz” zu besitzen und lediglich “gegen Sozialbetrug, egal von wem” zu sein.

Zwischenzeitlich hat sich auch Uwe Reese, Kreisvorstand im Niedersächsischen Fussballverband e.V. gegenüber dem Schlicktown-Magazin geäussert. “Der Deutsche Fußballbund hat sich auf vielen Ebenen zu rechtspopulistischem Gedankengut eindeutig geäußert. Die nachgeordneten Organisationen Norddeutscher Fußballverband, Niedersächsischer Fußballverband, Fußballbezirk Weser-Ems und Fußballkreis Wilhelmshaven haben das in ebenso eindeutiger wie vielfältiger Weise ebenfalls getan.Für Rechtsradikale gibt es keinen Platz in den Vereinen und auf Fußballplätzen.

Ausserdem ,so Reese werde die Fußballszene in Wilhelmshaven intensiv von der Polizei überwacht.
Dies ist immerhin ein Indiz dafür, dass rechte Tendenzen im Umfeld des Wilhelmshavener Fußballs zu vermuten, nicht abwegig ist.

Mathieu Herrnberger von der Geschäftsstelle des SVW distanziert sich in der Sache von den Posts die Wesseling geteilt hat. “Wir als Verein sehen das auf jeden Fall als einen Fehler an. Das ist ganz klar, weil rechtspopulistische Inhalte haben generell in der Gesellschaft aber gerade auch im Fußball überhaupt nichts zu tun.” Dennoch ist der Fall nachdem Wesseling die kritisierten Beiträge von seiner Seite gelöscht hat, für den Verein zunächst erledigt. So berichtet das Magazin “Direkt”.

Dass die Geschäftsführung des SVW nun einfach zur Tagesordnung übergehen will, ist da sicher nicht der richtige Weg und wird vermutlich auch nicht funktionieren.

 

Zum Bericht von Radio Jade


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