Eine Katastrophe für Mensch und Natur bahnt sich an

Feuerwehr WHV unterstützt in Meppen

Auch Einsatzkräfte aus Wilhelmshaven unterstützen in Meppen

Feuerwehr WHV unterstützt in Meppen
Die Feuerwehr Wilhelmshaven unterstützt die Einsatzkräfte in Meppen | Foto: Stadt-Wilhelmshaven

ndr/dpa/red [Meppen] Derzeit versuchen über 1300 Einsatzkräfte vor Ort den Brand einzudämmen, was durch die Wetterlage mit Starkwinden deutlich erschwert wird. Auch Kräfte aus Wilhelmshaven, haben sich auf den Weg in das Krisengebiet gemacht. Wie die Feuerwehr der Stadt mitteilt, haben sich gestern 35 Kameradinnen und Kameraden der Ortsfeuerwehren Bant-Heppens, Sengwarden, Fedderwarden und Rüstringen mit sieben Fahrzeugen auf dem Weg nach Meppen gemacht. In der gemeinsamen Kreisfeuerwehrbereitschaft mit Delmenhorst und Oldenburg werden sie die Einsatzkräfte vor Ort unterstützen, den Moorbrand unter Kontrolle zu bringen.

Der Landrat des Landkreises Emsland, Reinhard Winter (CDU), rief gestern für das Gebiet den Katastrophenfall aus. Es könne nicht ausgeschlossen werden, dass die 8500 Menschen der Gemeinden Groß Stavern, Klein Stavern und Sögel wegen möglichen Funkenfluges evakuiert werden müßten, so Winter.

Christian Meyer
Landtagsabgeordneter Christian Meyer erstattete Anzeige gegen die Verantwortlichen | Foto: Ulf Berner

Nachdem zunächst der Niedersächsische Landtagsabgeordnete Christian Meyer (GRÜNE) Strafanzeige gegen die Verantwortlichen der Wehrtechnischen Dienststelle WTD91 gestellt hatte, folgten diesem Beispiel gestern dutzende Menschen im Nordwesten – auch aus Wilhelmshaven. Gestern durchsuchten dann nach Medienberichten zwei Staatsanwälte und vier Polizisten das Bundeswehrgelände wegen des Anfangsverdachtes der fahrlässigen Brandstiftung.

Seit 03. Septermber brennt es bereits im Moor, nun schaltet sich auch die oberste Dienstherrin, Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen ein. Am heutigen Samstag, will sie das Katastrophengebiet besichen, um sich selbst ein Bild zu machen. Zunächst entschuldigte sich die Ministerin gestern bei den Bürgerinnen und Bürgern über die Medien. “Ich entschuldige mich im Namen der Bundeswehr bei allen Menschen der Region, die jetzt unter den Auswirkungen des Brandes leiden“, sagte sie der “Neuen Osnabrücker Zeitung”.

Nach Expertenmeinung kann es noch Wochen dauern, bis der Brand im Moor gelöscht ist. Das Feuer frisst sich bis zu einen Meter tief in das Moor und ist dort für Löschwasser nahezu unerreichbar. Die Schäden, die der Brand an dem sensiblen Naturraum mit seltenen Tier und Pflanzenarten hinterlässt, ist noch nicht absehbar.

Die Tagesschau zeigt in ihrem Bericht vom 21.09.2018  das Ausmass der Katastrophe

 

 

 


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