Herbert Ehrenberg ist tot

SPD Urgestein und Vater der Künstlersozialkasse ist verstorben

Herbert Ehrenberg, ehemaliger Arbeitsminister unter Helmut Schmidt und Mitbegründer der Künstlersozialkasse verstarb am 20. Februar im Alter von 91 Jahren in Wilhelmshaven.

Herbert Ehrenberg
Herbert Ehrenberg auf dem SPD-Parteitag in Essen 1980 | Foto: picture alliance, Klaus Rose

Der gebürtige Ostpreuße, Herbert Ehrenberg, war der bisher wohl überregional prominenteste SPD-Politiker Wilhelmshavens. Ehrenberg gehörte zu den Mitbegründern des konservativen Seeheimer Kreises innerhalb der SPD vollzog aber 2009 einen Flügelwechsel, indem er die linksorientierte Arbeitsgemeinschaft der Sozialdemokraten in der SPD (AGSS) mitbegründete.

Von 1972 bis 1988 gehörte Ehrenberg dem Deutschen Bundestag an, wovon er sechs Jahre (1976-1982) Minister in der sozialliberalen Regierung unter Helmut Schmidt war. Ehrenberg wurde stets als Direktkandidat seines Wahlbezirkes Wilhelmshaven in den Bundestag gewählt. Neben seiner politischen Arbeit gründete er 1983 zusammen mit dem Schriftsteller Dieter Lattmann die Künstlersozialversicherung, die heute fast 187.000 selbstständigen Künstlern und Publizisten einen Zugang zur gesetzlichen Kranken-, Pflege- und Rentenversicherung verschafft. Nach seinem Ausscheiden aus der aktiven Politik, beriet er die Arbeitsministerin der letzten Regierung der DDR, Regine Hildebrand, in der Zeit der Wiedervereinigung, beim Aufbau einer zentralen Arbeitsverwaltung.

Herbert Ehrenberg hat mit der Künstlersozialversicherung eine leise Revolution für die soziale Absicherung von Künstlerinnen und Künstlern geschafft. Sie wird sein Vermächtnis bleiben“, erklärt der stellvertretende SPD-Vorsitzende und Vorsitzende des SPD-Kulturforums Thorsten Schäfer-Gümbel in der SPD-Parteizeitung ‘Vorwärts’.


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