Der Pirat ist von Bord

Arend Roland Rath | Foto: WattWiki

Arend Roland Rath, Betreiber des Piratenamüseum & Jugendhotel Piratennest in Wilhelmshaven ist verstorben.

Arend Roland Rath | Foto: Gegenwind
Arend Roland Rath | Foto: Gegenwind

Über viele Jahre hatte der umtriebige Wilhelmshavener das Leben dieser Stadt mit geprägt.
Der gelernte Sozialpädagoge und Betriebswirt, der auch eine Zeit für die SPD im Stadtrat saß, hatte sich hauptsächlich der Kunst und dem Jugendtourismus verschrieben.
Was Ende der 80er mit dem Umbau des Südstrand-Hotel “Seenelke” zum Café Seewärts begann, führte zum bis zuletzt betriebenen Jugendhotel “Piratennest“und dem Kulturtreffpunkt und Museum “Piratenamüseum“-
Erfahrungen mit Kult(ur)-Gastronomie hatte Rath schon in den frühen 80ern, als Mitarbeiter in der legendären “Perspektive” sammeln können. Die Jugend lag ihm am Herzen, aber eben auch die Politik. Früh engagierte er sich in der Gewerkschaft, war Vorsitzender des SPD Ortsvereins-Mitte und schließlich Ratsherr im Wilhelmshavener Stadtrat. Rath war immer kantig, gerne auch unbequem und sorgte auch innerparteilich für manche Debatte.
Und dann war da noch der Künstler und Kulturfreund, der Jazz liebte, mit der Band “Hot Club du Nord” befreundet war und mit diesen das Jazz-Festival “Djangos Promenade” aus der Taufe hob. Rath engagierte sich auch im Verein “Bürger für Wilhelmshaven e.V.” unter anderem für den Erhalt des Wasserturms an der Gökerstraße. Er selbst war auch Kunstschaffender, der seine Werke im eigenen Museum präsentierte.
Mit Arend Roland Rath verliert die Stadt einen Querdenker, einen der lieber anpackt und dabei mal eine Tasse zerschlägt, als ruhig zuzusehen, wie das ganze Geschirr zum Teufel geht.

Arend Roland Rat auf ‘WattWiki’


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