Auch das Wetter zeigte „Mehr Zeit für Solidarität“

DGB-Maifest 2016

Parteien und Organisationen demonstrieren gemeinsam für mehr Solidarität.

Bei schönstem Wetter fand am 01. Mai die DGB Kundgebung zum „Tag der Arbeit“ unter dem Motto „Mehr Zeit für Solidarität“ am Pumpwerk statt.

Holger Ansmann (MdL, SPD) im Gespräch mit Bürgern
Holger Ansmann (MdL, SPD) im Gespräch mit Bürgern

Es ist Kommunalwahljahr und da war es besonders spannend, wie sich die wettstreitenden Parteien am Pumpwerk zur Maifeier des DGB präsentieren würden. Der DGB hatte vorab die Losung ausgegeben, dass keine Kandidatenwerbung gezeigt werden solle, ansonsten aber (fast) alles erlaubt sei.

Das Motto des diesjährigen DGB-Kulturfestes hatte aber wohl direkten Einfluss auf die Selbstdarstellung der Parteien gehabt. So blieb das übliche Wahlkampfgetöse aus und alle Protagonisten feierten gemeinsam und teilweise im regen Austausch den „Tag der Arbeit“

Parteien, wie Nicht-Regierungs-Organisationen (NGO) suchten das Gespräch mit den Bürgerinnen und Bürgern, die zahlreich am Pumpwerk erschienen waren.

Die GRÜNEN freuten sich übner den Erfolg ihrer Unterschriftenaktion gegen den Durchbau der Friedenstraße
Die GRÜNEN freuten sich über den Erfolg ihrer Unterschriftenaktion gegen den Durchbau der Friedenstraße

Während die meisten Politiker versuchten, mit vielen Argumenten die Menschen zu überzeugen, setzte DIE PARTEI auf ihr bewährtes Konzept: Satire, Spaß und Eierlikör.

Spaß hatten aber alle, da das Rahmenprogramm, wie auch das Wetter gar keine schlechte Laune zu ließen.

BÜNDNID90 / DIE GRÜNEN hatten mit ihrer Unterschriftenaktion gegen den Durchbau der Friedenstraße unter dem Motto „Keinbahnstrasse“ einen großen Erfolg. Unabhängig von politischen Ansichten, beteiligten sich fast 200 Menschen an der Aktion. „Dieses Thema trifft den Nerv der Bürgerinnen und Bürger.“ Darin waren sich Ratsherr Michael von den Berg und Aktivist und parteiloser Kandidat der Grünen, Rolf Biermann einig.

Das Rahmenprogramm bot große Abwechslung für Jung und Alt. Von handgemachter Musik – unterstützt von der Wilhelmshavener Musikinitiative e.V., über Tanzvorführungen von Kindergruppen, bis hin zu einer Showeinlage der Footballer von den „Jade-Bay-Buccaneers“ war für jeden etwas dabei. Bei zwei Ständen gab es „Kinder schminken“ und auch für das leibliche Wohl war bestens gesorgt. Die Grillwürste und Pommes von der Pumpwerk-Gastronomie genießen ja mittlerweile Kultstatus.

Jade Bay Buccaneers
Jade Bay Buccaneers zeigen Ausschnitte aus dem Training

Selbstverständlich wurden auch Reden gehalten, die sich dem Thema Solidarität und Lohngerechtigkeit widmeten.

So stellte Ruben Eick (DGB Landesjugendsekretär) die Praxis Berufseinsteiger nur befristet oder in Leiharbeit einzustellen, an den Pranger. „Das Normalarbeitsverhältnis – also die unbefristete Vollzeitbeschäftigung – stellt für junge Menschen heute keine Normalität, sondern die Ausnahme dar“, sagte Eick in seiner Rede. Gemeinsam mit seinen Wilhelmshavener Kollegen, Gewerkschaftssekretär Danny Schnur, Stadtverbandsvorsitzender Axel Opitz und dessen Stellvertreter Heinz Reinecke, betrachtet Eick den Mindestlohn als Gewinn. Dieser leiste einen wichtigen Beitrag zur Gleichstellung und habe in Niedersachsen dafür gesorgt, dass es mehr sozialversicherungspflichtige Beschäftigte gebe, so Eick.

NGOs
Auch die NGO’s waren zahlreich vertreten, von Links: Selbsthilfe Kontaktstelle Wittmund – Wilhelmshaven, QUEERströmung e.V. und die Wilhelmshavener AIDS-Hilfe

Auch die NGO’s waren wieder zahlreich vertreten. So präsentierten sich , wie auch in den letzten Jahren Gruppen , wie „Amnesty International„, der „Humanistischer Verband„, die „Wilhelmshavener AIDS-Hilfe„, der QUEERströmung e.V. und andere Vereine und Organisationen den Besuchern.

QUEERströmung eV. der Verein, der sich um die Belange von Lesben, Schwulen, Trans*, Bi- und Intersexuellen kümmert, hatte erstmals den Lesben und Schwulenverband Deutschland (LSVD) mit an seinem Stand.

Erstmalig war auch die Selbsthilfekontaktstelle Wittmund-Wilhelmshaven (SeKo) vertreten. Auf der Bühne konnte die Geschäftsführerin Anke Wellnitz kurz den Stand in Sachen „Rettung der SeKo“ (Schlicktown-Magazin berichtete) erklären und warb gleichzeitig um Spenden und neue Mitglieder. Wellnitz wies auch auf das geplante Benefiz-Fußballturnier im Sommer hin und lud alle Veranstaltungsgäste zur regen Teilnahme ein.

Veranstalter, Besucher , wie auch die 30 teilnehmenden Parteien und Verbände sprachen von einer gelungenen Veranstaltung und zeigten sich sehr zufrieden.

 

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