Homophober Angriff auf Wilhelmshavener Ratsherrn

Nehmen homophobe Übergriffe in Wilhelmshaven zu?

Der Ratsherr und Geschäftsmann Michael v.d. Berg erhält im Nachgang zur Einweihung des Bismarck-Denkmal einen anonymen Schmähbrief

Michael v.d. Berg
Michael v.d. Berg
(BÜNDNIS 90 / Die GRÜNEN)

Wilhelmshaven, 06.05.2015 (ub), Wie der Verein QUEERströmung e.V. in einer Presseerklärung mitteilt, erhielt der Wilhelmshavener Geschäftsmann und Ratsherr, Michael v.d. Berg (Bündnis 90 / Die GRÜNEN) vergangene Woche einen anonymen Brief, in dem er wegen seiner offenen Homosexualität schwer beleidigt wurde.

In dem Schreiben titelt der anonyme Verfasser v.d. Berg als Mitglied eines “grünschwulen Haufen” und fordert ihn auf die Schnauze zu halten, seines gleichen zu poppen und seiner Arbeit nach zu gehen.

v.d. Berg hat inzwischen Strafanzeige gegen unbekannt gestellt.

Der Verein QUEERströmung berichtet in seiner Presseerklärung von weiteren verbalen Übergriffen auf Schwule. So sei ein Vorstandsmitglied des Vereins auf der Demonstration gegen das Bismarckdenkmal als “asozialer Nicht-Mensch” bezeichnet worden, “der mit seinesgleichen erschossen gehört”

QUEERströmung e.V. verweist auf seine “QUEERdialog”-Veranstaltung vom März diesen Jahres, auf der bereits mit Vertretern aus Politik, Behörden und Zivilgesellschaft zu dem Thema “homophobe Übergriffe” diskutiert wurde und fordert die Politik und gesellschaftlich wirksame Gruppen auf, geschlossen gegen homophobe Übergriffe vor zu gehen.

Menschen, die sich derartigen Übergriffen ausgesetzt sehen, können sich an den Verein unter der Mail: info@queerstroemung.de oder telefonisch unter 04421 3588192 wenden.

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